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12.08.2009 ...Meine perfekter Renntag...
... fühlte sich nach der langen Durststrecke in der ersten halben Stunde nach Zieleinlauf gar nicht so toll an. ich lag einige Meter hinter der Ziellinie und versuchte irgendwie an Cola zu kommen, also Kathleen versuchte eine Cola zu kaufen, ich lag nur auf der Wiese;-) Die letzte Stunde in glühender Hitze hatte mich echt alle Körner gekostet.

Dabei hatte alles planmäßig angefangen. Wir sind am Donnerstag in Prag angekommen, kein Stau, Startunterlagen abgeholt, Rennbesprechung in Englisch angehört, Hotel gesucht und gefunden, etwas die Stadt erkundet und dabei viel gegessen. Mit Essen & Schlafen ging dann auch der Freitag vorbei und beim abendlichen "Verdauungslauf" fühlten sich meine Beine richtig gut an.

Samstag, the race is on! Ich bin beim Schwimmen gut weggekommen, zwei Runden (4km) in der Moldau waren dank der leichten Strömung keine große Mühe. Auf dem Rad prasselte dann aber auch schon die Sonne kräftig auf die vollgesperrte Stadtautobahn. Es wurden sechs Runden (120km) auf einer Wendepunktstrecke absolviert, davon waren 7km superflach und die restlichen 3km ein leichter Anstieg. Kurven gab es nur an den Wendepunkten, also eine Drückerstrecke:-) Vier Runden konnte ich die Beine ruhig halten, danach fühlte sich alles so gut an und ich entschloss mich etwas zu riskieren. Also Kopf runter und treten!

Es lief genial! Die Hitze liegt mir sowieso mehr als vielen anderen Sportlern und so konnte ich am Ende die schnellste Radzeit bei den Amateuren verbuchen. Ich war mit meinem 40íger Radschnitt sogar schneller als der zweifache Hawaiisieger Luc Van Lierde. Mit diesem Vorsprung und immer noch starken Beinen ging es von der leeren Wechselzone auf die 32 Grad heiße Laufstrecke. Drei Runden von je 10km waren zu laufen und die erste Runde bin ich auch noch gelaufen. Danach setzten die Schmerzen ein, das hohe Radtempo forderte seinen Tribut, meine Verletzung am Fuß brach wieder auf und ich versuchte mich irgendwie abzulenken. In der letzten Runde kam er dann, mein persönlicher Einbruch. Ich bin zwar nicht gegangen aber ohne die nette Gelspende eines Teamkollegen wäre ich wohl nicht mehr ins Ziel gekommen.

Der Rest war einfach nur schön! Kathleen stand vorm Ziel, total stolz und nachdem sich die allgemeine Übelkeit gelegt hatte, erfuhr ich, dass es zum zweiten Platz gereicht hatte. Siegerehrung, Feier und eine lange Nacht in einer kubanischen Cocktailbar mitten in der Prager Altstadt. Heute, ein paar Tage später kann ich zwar kaum gehen aber das geniale Gefühl bleibt.

 

 

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